CHIRP-Liste auf Baofeng UV-5R übertragen via Linux

Findings aus OpenCode-v1-Session ses_f83e486b3ffeJzP1R57BFTKOXU · Slug proud-otter · Verzeichnis /home/jsd666/Projects/LLM/tmp
Zeitraum 2026-09-07 bis 2026-09-10 (UTC) · Modell opencode-go/deepseek-v4-flash (Agent: build)

1. Welches Kabel?

Ein klassisches Baofeng-/Kenwood-Programmierkabel mit K1-Stecker:

Der UV-5R hat keinen echten Programmier-Pin – programmiert wird über Audio/Klinke (PTT-/Speaker-Leitungen). Daher ein Datenkabel verwenden, kein normales Audio-Klinkenkabel.

Entscheidend: der USB-Seriell-Chip

ChipBewertung unter Linux
FTDI (FT232)empfohlen problemlos
CP210x (Silicon Labs)empfohlen problemlos
CH340meist ok in der Regel unproblematisch
PL2303-Klon (billige Kabel)problematisch nur mit Workaround oder gar nicht

USB-IDs zur Identifikation (lsusb / dmesg)

USB-IDChip
067b:2303PL2303(-Klon)
1a86:7523CH340
0403:6001FTDI

Das erkannte Gerät erscheint typischerweise als /dev/ttyUSB0.

2. Was kostet es?

Die günstigen Kabel sind Baofeng-/K1-Kopien mit identischem Aufbau wie das Original. Das teure „Kenwood“-Kabel ist das Original Kenwood PG-4Y (~80–100 $+).

BezugsquellePreis (ca.)
AliExpress3–6 € (lange Lieferzeit)
eBay.de8–12 €
Amazon.deab ca. 9 €
Kenwood PG-4Y (Original)~80–100 $+

Suchbegriffe (DE)

uv-5r programming cable · baofeng kabel K1 · kenwood k1 kabel ft-di

Kaufhinweis: Nach dem Kabel/Adapter suchen, nicht nach „Kenwood“. Darauf achten, dass explizit FTDI oder CP210x genannt wird – oder Bewertungen prüfen, ob ein PL2303-Klon erwähnt wird. Ggf. Foto des Chips ansehen oder Verkäufer fragen.

3. Software (CHIRP / CHIRP-next)

CHIRP ist die Standard-Software zum Lesen/Schreiben der Kanalliste.

NixOS

Paket in nixpkgs vorhanden: chirp (Version 0.4.0-unstable-2026-05-18). Zusätzlich wäre Flatpak (dk.chirp.CHIRP) eine Option. chirp und flatpak waren im System nicht installiert.

nix-shell -p chirp --run chirpw

Arch Linux

Nicht mehr in den offiziellen Repos (Paket-Suche: 0 Treffer). Stattdessen aus dem AUR:

  • chirp-next (Version 1:20260904-1, Maintainer GaryScottMartin)
  • chirp-next-bin (AppImage-Variante)
paru -S chirp-next   # oder: yay -S chirp-next / chirp-next-bin

4. Übertragung – Schritt für Schritt

  1. Kabel einstecken und prüfen
    lsusb
    dmesg | tail
    Chip-ID bestimmen (siehe Tabelle oben), Gerät sollte als /dev/ttyUSB0 erscheinen.
  2. Seriellen Zugriff für den Benutzer freischalten (danach neu einloggen)
    sudo usermod -aG dialout $USER   # Debian / NixOS
    sudo usermod -aG uucp $USER      # Arch
  3. Radio vorbereiten: eingeschaltet, Lautstärke aufgedreht, Kabel am Klinkenstecker (Speaker/Mic) vollständig eingesteckt.
  4. CHIRP starten und konfigurieren:
    • Modell Baofeng UV-5R wählen
    • Port /dev/ttyUSB0 wählen
    • „Download from radio“ – Kanalliste vom Gerät lesen
    • Liste editieren
    • „Upload to radio“ – Liste zurückschreiben

5. Troubleshooting

Fehlermeldung „PL2303 device not supported“ (Klone unter neueren Kerneln):
sudo modprobe pl2303 disable_legacy=0
Dauerhaft via boot.extraModprobeConfig (NixOS) bzw. modprobe.d-Datei. Alternativ: echten FTDI- oder CP210x-Adapter nutzen.

6. Kernaussagen in Kürze

  1. Kabel: Baofeng/K1-Programmierkabel, 2 Klinken (3,5 mm + 2,5 mm) auf USB-Seriell.
  2. Chip: FTDI oder CP210x wählen, PL2303-Klons meiden.
  3. Preis: ca. 3–12 € (AliExpress/eBay/Amazon); Original Kenwood PG-4Y 80–100 $+.
  4. Software: CHIRP-next – NixOS: nixpkgs chirp; Arch: AUR chirp-next / chirp-next-bin.
  5. Ablauf: Kabel prüfen → dialout/uucp-Gruppe → Modell Baofeng UV-5R, Port /dev/ttyUSB0 → „Download from radio“ → editieren → „Upload to radio“.